P.D.A.-KONZEPT
P.D.A.-KONZEPT
Angelruten sollten stark sein und über die nötige Zähigkeit im Drill verfügen. Wir glauben, dass Ruten mit enormer Kraft, die zugleich sehr leicht und einfach zu handhaben sind, im Kampf mit dem Zielfisch die Initiative ermöglichen.
Darüber hinaus wird bei Lure-/Kunstköderruten eine Wurfleistung verlangt, mit der man weit auswerfen kann. Außerdem braucht es – neben der Weite – die Präzision, Köder punktgenau an die gewünschte Stelle zu bringen. Man sagt, exzellente Ruten bestehen aus Power, Distance und Accuracy in der besten Balance.
Power
Distance
Accuracy
Das ist ein typisches Konzept von Graphiteleader.
PDAS-LOGIK
Auch Golf-Schäfte benötigen – genauso wie Lure-Ruten – P (Power), D (Distance), A (Accuracy), S (Sensitivity). Graphiteleader-Schäfte realisieren durch diese vier Elemente ein optimales „Match-Design“ für unterschiedlichste Golfspieler.
BLANK-MATERIAL
Zähere Blanks, komfortablere Bedienung, sensiblere Performance. Graphiteleader kann die besten Blanks liefern, die in der Praxis beim Angeln gefordert sind.
Durch das Verweben von Carbonfasern, die in 45°-Richtung gekreuzt angeordnet sind, lässt sich das Material dicker formen, während Gleichmäßigkeit und gerichtete Laminatdichte im Vergleich zu normalem Gewebe verbessert werden. Dadurch eignet es sich besonders für Festigkeit gegen Biegung, Torsion und Kompression und zeigt noch bessere Eigenschaften. Als Ergebnis stellt sich der Blank schneller wieder zurück (Rückstellkraft), Energieverluste werden minimiert und Handling, gutes „Swing“-Gefühl, Wurfweite und Präzision werden realisiert.
Ein Verbundgewebe aus Kevlarfaser und Carbonfaser besitzt hohe Festigkeit und hervorragende Schlagzähigkeit. Es bietet eine Stärke und ein Gefühl, das mit Carbon allein nicht erreichbar ist. Durch die Mischung mit einem Bias-Zuschnitt zum Blank entsteht ein Multi-Axis-Effekt; die Festigkeit gegen Verdrehen / Quetschen und die Rückstell-/Folgeleistung des Blanks werden verbessert.
※ Nur für Angelruten verwendet
Esagonale Graphite Cloth
Esagonale Graphite Cloth ist ein 6-Achsen-Gewebe, bei dem Carbon-Slit-Tape zu einer Hexagon-Struktur zusammengesetzt wird. Mittel-elastische Carbonfasern mit hoher Festigkeit und hoher Elastizität werden so angeordnet, dass sie in Bezug auf physikalische Eigenschaften die bestmögliche Performance liefern und als dreidimensionale Struktur zur Festigkeitssteigerung der Rute beitragen. Zudem ist dieses multi-axiale Montagegewebe das höchste und stärkste Multi-Axis-Material, das Kräfte aus allen Richtungen zäh und zugleich flexibel aufnehmen kann.
\* Nur für Angelruten verwendet
Lightweight Graphite Cloth
Lightweight Graphite Cloth ist ein superleichtes Gewebe und gehört zu den leichtesten unter den Stoff-/Gewebematerialien. Bei erhaltenem „Graphite-Cloth“-Gefühl steigt die Freiheit im Layout deutlich und bringt ein neues Feeling.
\* Nur für Angelruten verwendet
4-Achsen-Gewebe
Dieses 4-Achsen-Gewebe ist ein einzigartiges 4-Achsen-Tuch von Olympics. Durch das diagonale Anordnen der Fasern mit einem Winkel von 63,4° und durch höhere Dichte lässt sich ein Blank mit leichtem, „steifem“ Gefühl herstellen. Eine Multi-Axis-Struktur durch Kombination mit anderem 4-Achsen-Gewebe und Leinwandbindung-Carbon ermöglicht eine nochmals höhere Blank-Performance.
\* Nur für Angelruten verwendet
Der Unterschied zu Graphite Cloth liegt in Gewicht und Formstärke. Es ist ein dünnes Gewebe, etwa 10% leichter, bei gleichbleibendem Fasermischungsverhältnis von Längs- und Querfasern. Anders als Graphite Cloth wirkt es wie ein grafisches Muster – ein Merkmal des Carbon-Designs – und hat zudem einen visuellen Eindruck von „leicht, aber stark“.
Super Quattro Graphite Cloth
Die Fasern sind mit präzisem, feinem Pitch gewickelt; der Modul in jeder Richtung wurde erhöht und die Bewegungseigenschaften sind deutlich verbessert.
Der einzige Schwachpunkt von Graphite Cloth – das Gewicht – ließ sich mit unidirektionalen Fasern allein nicht lösen, obwohl diese ein gutes „Feeling“ erzeugen. Betrachtet man jedoch ein Layout in Kombination mit einem „Balancer“, entsteht ein herausragendes Gefühl. Durch Veränderung des Winkels zum Blank kann die Balance aus Torsions- / Quetschsteifigkeit so eingestellt werden, dass das beste Feeling entsteht.
Wir haben den Elastizitätsmodul der Graphitfaser im Vergleich zu Graphite Cloth erhöht und das Material deutlich leichter gemacht. Es ist ein High-Grade-Gewebe, das stark zur Gewichtsreduzierung beiträgt und zugleich die hervorragenden mechanischen Eigenschaften eines Kreuzgewebes beibehält – und damit die Layout-Freiheit auf leichten Schäften erhöht. Mittel-elastische Carbonfasern, vertikal und horizontal verwoben, erzeugen hohe Steifigkeit in alle Richtungen und heben das Potenzial des Schafts auf ein besseres Niveau.
\* Nur für Golf-Schäfte verwendet
HOCHWERTIGE MATERIALIEN KONSEQUENT VERFOLGEN
Wir haben das Carbon-Prepreg-Material erneut betrachtet und uns auf das Harz fokussiert, das ein weiterer Bestandteil von Carbonfaser und Prepreg ist. Durch den Einsatz eines Hochleistungs-Prepregs (harzgetränkte Carbonfaser-Sheets), das „Torayca T1100G“ mit Matrixharz kombiniert, in das „NANOALLOY“-Technologie eingebracht wurde, kann der Biegemodul stark erhöht werden – bei erhaltener Zähigkeit.
Die Carbonfaser „Torayca T1100G“ der Toray Industries, Inc., die hohe Festigkeit und hohen Modul vereint, ist die hochfesteste Carbonfaser, die für die nächste Generation der Luft- und Raumfahrt entwickelt wurde.
Torays „NANOALLOY“-Technologie ist eine innovative Technologie, die den Effekt einer verbesserten Steifigkeit realisiert und gleichzeitig Zähigkeit erhält – bezogen auf Elastizitätsmodul und Bruchzähigkeit des Harzes, die eigentlich gegensätzlich sind und schwer zu vereinen.
OLYMPIC Sensitivity System
Ob die „Sensibilität“ einer Rute gut oder schlecht ist, verstand man bisher erst nach dem tatsächlichen Bau. Außerdem unterscheidet sich das Empfinden je nach Angler, und eine etablierte Bewertungsmethode gab es nicht. Um die Sensibilität zu „digitalisieren“, haben wir viele Prototypen, Sensibilitätsmessungen und Praxistests durchgeführt – und schließlich die Sensibilität erfolgreich numerisch erfassbar gemacht. „O.S.S.“ (OLYMPIC Sensitivity System) war geboren.
Mit diesem System wurde es möglich, eine Rute mit standardisierten Zahlenwerten unter gleichen Bedingungen anzubieten. Die Versuche werden mit den Zielfischen der jeweiligen Rute durchgeführt; hier stellen wir die Versuchshistorie einer Rockfish-Rute vor.
◆ Die menschliche Hand kann Frequenzen erkennen
Meissner-Körperchen und Vater-Pacini-Körperchen in der menschlichen Unterhaut können Frequenzen (Vibrationen) wahrnehmen. Diese Rezeptoren sind besonders an den Fingerspitzen konzentriert. Die Fähigkeit zur Frequenzunterscheidung wurde von 15 Hz bis 120 Hz getestet; es gibt Testergebnisse, nach denen eine Unterscheidung im Bereich von ±20% über alle Frequenzbereiche möglich war. Daraus folgt: Sensibilität kann als Frequenz wahrgenommen werden, und Experimente können darauf basieren.
※ Anzahl und Reaktionen dieser Körperchen unterscheiden sich stark von Person zu Person.
◆ Es gibt zwei Arten von Bissen
Zunächst haben wir reale Bisse der Mebaru (Japanischer Rockfish) gemessen. In diesem Versuch wurden zwei Ruten anderer Hersteller sowie GOFS-762UL-T, GOFS-762UL-TG+ (viele Ringe) und GOFS-762UL-TG+ (wenige Ringe) verwendet. Wir entschieden, die Bissfrequenz per FFT-Analyzer (Fast Fourier Transform) und Messverstärker (Beschleunigungssensor) als Liniengrafik am PC darzustellen. Verwendet wurden 1,4 g Jighead an 3 lb Fluorocarbon. Dabei konnten wir pro Rute 8 Bisse bestätigen – insgesamt 40 – und diese grob in zwei Muster einteilen:
Das erste ist der „Suction / Inversion Type“ in ①, das andere der „Tracking / Tailoring Type“ in ②. Die unterschiedliche Wellenform zeigt, dass unterschiedliche Frequenzen auftreten.
◆ Frequenz jedes Biss-Typs
Aus der Vibrations-/Beschleunigungskurve berechnet, liegt die Frequenz des „Suction / Inversion Type“ überwiegend bei 6 bis 18 Hz. Bei der tubularen Rute der Firma D trat die Bisskurve nur einmal auf und zeigte den Verlauf. Daher ist es bei so niedrigen Frequenzen weniger entscheidend, extrem „straff“ anzuschlagen; wichtiger ist, dass eine weiche Spitze den Haken automatisch setzt.
Der „Tracking / Pecking Type“ lag im Frequenzbereich von 30 bis 40 Hz. Da sich die Graphen je nach Rute in diesem Bereich klar unterscheiden, ist die Fähigkeit, Bisse hier zu fühlen, ein Merkmal einer hochsensiblen Rute.
◆ Unterschied im Gefühl hängt mit der Eigenfrequenz zusammen
Ein Objekt schwingt nach einem Stoß mit einer festen Frequenz – der Eigenfrequenz. Generell gilt: härter = höhere Frequenz, weicher = niedrigere Frequenz. Auch Ruten haben eine Eigenfrequenz; die gemessenen Werte sind Tabelle 3. Ein Sinker 2 wurde an 3 lb Fluoro befestigt; angezeigt ist der Mittelwert aus 64 Wiederholungen, bei denen die Schnur mit dem Finger angespielt wurde. Betrachtet man dies, ist die Rute der Firma MC offensichtlich in den niedrigen Frequenzbereich verschoben. Unterschiede in der Eigenfrequenz sind vermutlich eine Ursache für unterschiedliche „Biss-Gefühle“.
◆ Resonanz macht Bisse deutlicher
Es gibt das Phänomen der „Resonanz“: Die Amplitude wird maximal, wenn Eigenfrequenz und äußere Frequenz übereinstimmen. Anders gesagt: Wenn die Bissfrequenz der Eigenfrequenz der Rute entspricht, entsteht Resonanz – und damit „hohe Sensibilität“.
Vergleicht man die Frequenzen der zwei Bissarten mit der Eigenfrequenzgrafik ③, ist es für die MC-Rute schwer, den „Tracking / Pecking Type“ zu spüren. Finnzza kann beide Bisse fühlen, weil sie sowohl bei Tubular-Top als auch Solid-Top passende Aktionen besitzt. Besonders bei 30–40 Hz („Tracking / Pecking Type“) wird der Unterschied deutlich. Damit kann selbst ein Solid-Top – je nach Action-Setting – eine Sensibilität erreichen, die mit Tubular vergleichbar ist. Unterschiede in der Sensibilität durch die Anzahl der Ringe konnten in diesem Versuch bei Finezza nicht festgestellt werden.
◆ Der Unterschied wird klarer beim Vergleich über das Dämpfungsverhältnis
Zusätzlich betrachteten wir Dämpfung und Sensibilität. Die Dämpfungsrate beschreibt, wie schnell und wie stark Schwingungen abklingen. Selbst wenn ein Biss kommt, konvergiert die Vibration sofort, wenn die Dämpfung zur Bissfrequenz hoch ist – dann ist sie mit der Hand schwerer als Vibration wahrnehmbar. Wir prüften die Dämpfungsrate jeder Rute gegenüber dem gemessenen „Pecking Type“ (ca. 30 Hz) mit einem Vibrator; das entsprach der Rangfolge aus dem Praxiseindruck. Da sich das klar numerisch abbilden lässt, ist es eine starke Methode zur Sensibilitätsmessung.
Und auch für Golf-Schäfte
Golf-Schäfte wurden bisher nach Flex, Torque, Kick Point und Gewicht bewertet; Sensibilität wurde nicht als besonders wichtig betrachtet – oder? Natürlich sind auch andere Elemente wichtig, aber die Sensibilität des Schafts ermöglicht verlässlichere Schläge, indem man seine Eigenschaften besser nutzt. Man fühlt mit der Hand die Qualität des Schlages, beurteilt sofort die Arbeit des Schafts und überträgt das Feedback auf den nächsten Schlag. Das macht Sensibilität möglich. Das Know-how aus der Rutentwicklung wird für hochsensible Schäfte als GSS (Graphiteleader Sensitivity System) genutzt.
G-MAPS-TECHNOLOGIE
Wir konnten Blanks mit gesteigerter Kraft und Festigkeit herstellen, indem wir eine fortschrittliche Fertigungsmethode namens G-MAPS eingeführt haben. G-MAPS nutzt eine mehrlagige Struktur mit extrem dünnem Carbon-Prepreg und ordnet in Teilen der Lagen den Faserwinkel schräg an, wodurch auch die Torsionssteifigkeit erhöht wird. Es ist eine hervorragende Technik.
Daher kann man G-MAPS-Blanks als High-Tech-Blanks bezeichnen: leicht, aber kraftvoll, mit Performance, die durch konventionelle Standardfertigung nicht erreichbar war. In Kombination mit 4-Achsen-Gewebe, Multi-Axis-Fabric usw. entstehen Blanks, die man als ultimativ bezeichnen kann.
Selbst wenn sich der Rohrquerschnitt durch Torsion/Verwindung wie in der Abbildung verformt, versucht die Rute sofort wieder gerade zu werden. G-MAPS besitzt eine herausragende Rückstellkraft und realisiert eine federartige Rückkehr wie nie zuvor.
AUTOKLAV-TECHNOLOGIE
Autoklav-Fertigungsverfahren
ist ein spezielles Formverfahren, das für lebensrelevante Bauteile verwendet wird – z. B. den Hauptflügel der Boeing 787, Karosserien von Rennwagen usw.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Aushärtungs-/Formverfahren werden in einem speziellen Härtungsofen während des Heizprozesses „evakuiert (Vakuum)“ und „zusätzlich unter Druck gesetzt“. Dadurch können Luftblasen (Voids) so weit wie möglich eliminiert werden. Das führt zu hoher Qualität, hoher Reinheit, stabiler Festigkeit und ermöglicht zudem weiteres Gewichtssparen.
Toray • Carbon Magic Co., Ltd.
http://www.carbonmagic.com/
Wir realisierten dieses innovative Formverfahren „Autoclave“ in Zusammenarbeit mit Toray • Carbon Magic Co., Ltd., einer Tochtergesellschaft der Toray Industries Co., Ltd., dem Branchenführer und zugleich unserem wichtigsten Carbonmaterial-Hersteller.